ISO 14001:2026 Revision | 1-Tages Seminar | Online-Live-Training
Inhalte:
1. ISO 14001:2026 – die neue Umweltmanagementnorm
- Entwicklung von ISO 14001:2015 zu ISO 14001:2026
- Hintergründe und Ziele der Revision
- Veröffentlichung der ISO 14001:2026
- DIN EN ISO 14001:2026
- Umstellung bestehender Umweltmanagementsysteme
- Auswirkungen auf bestehende Zertifizierungen
Die internationale ISO 14001:2026 wurde am 15. April 2026 veröffentlicht. Die deutsche Fassung DIN EN ISO 14001:2026-06 liegt seit Juni 2026 vor und ersetzt die bisherige DIN EN ISO 14001:2015 einschließlich Amendment 1:2024.
2. Grundlagen & Aufbau der ISO 14001:2026
- Umweltmanagement als Bestandteil der Unternehmensführung
- Prozessorientierter Ansatz
- PDCA-Zyklus
- Harmonized Structure
- Umweltaspekte
- bindende Verpflichtungen
- Chancen und Risiken
- Umweltziele
- Verbesserung der Umweltleistung
Die Grundstruktur mit den Kapiteln 4 bis 10 bleibt erhalten und unterstützt weiterhin die Integration mit anderen Managementsystemen wie ISO 9001 und ISO 45001.
3. Änderungen gegenüber ISO 14001:2015
Wir betrachten systematisch die Änderungen der Kapitel:
Kapitel 4 – Kontext der Organisation
Kapitel 5 – Führung
Kapitel 6 – Planung
Kapitel 7 – Unterstützung
Kapitel 8 – Betrieb
Kapitel 9 – Bewertung der Leistung
Kapitel 10 – Verbesserung
Dabei unterscheiden wir zwischen:
neuen Anforderungen
geänderten Anforderungen
Konkretisierungen bestehender Anforderungen
und
redaktionellen Änderungen
So erkennen Sie schnell, welche Änderungen für Ihr Unternehmen tatsächlich relevant sind.
Seminardauer:
1 Tag
Ihr Nutzen:
Nach dem Seminar können Sie:
- die wesentlichen Änderungen der ISO 14001:2026 gegenüber ISO 14001:2015 einordnen,
- neue und konkretisierte Anforderungen verstehen,
- Auswirkungen auf Ihr bestehendes Umweltmanagementsystem bewerten,
- den Handlungsbedarf in Ihrer Organisation identifizieren,
- eine erste GAP-Analyse ISO 14001:2015 → ISO 14001:2026 durchführen,
- erforderliche Anpassungsmaßnahmen priorisieren und
- die Umstellung Ihres Umweltmanagementsystems strukturiert vorbereiten.
Damit können Sie gezielt entscheiden:
Was müssen wir ändern – und was können wir weiterhin nutzen?
Denn eine neue Norm bedeutet nicht automatisch, dass Ihr bestehendes Umweltmanagementsystem neu aufgebaut werden muss.
Preis:
590,00 Euro pro Teilnehmer (zzgl. MwSt.)
Lernmittel:
40,00 Euro (zzgl. MwSt.)
Abschluss:
Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung
Klimafreundlich weiterbilden:
Für jede Buchung einer Online-Veranstaltung pflanzen wir einen Baum!
Virtuelles Klassenzimmer:
Unsere Online-Live-Seminare finden bewusst in Kleingruppen mit maximal 6 Teilnehmern statt.
Dadurch bleibt ausreichend Raum für:
- individuelle Fragen
- Diskussionen
- Erfahrungsaustausch
- praktische Beispiele
- Übertragung der Anforderungen auf das eigene Unternehmen
Seminartermine:
Sicher von ISO 14001:2015 auf ISO 14001:2026 umstellen
Die DIN EN ISO 14001:2026 ist veröffentlicht. Damit beginnt für Unternehmen mit einem bestehenden Umweltmanagementsystem die Umstellung auf die neue Ausgabe der weltweit wichtigsten Norm für Umweltmanagementsysteme.
Die Revision stellt keine vollständige Neuausrichtung der ISO 14001 dar. Die bewährte Struktur bleibt erhalten – verschiedene Anforderungen wurden jedoch konkretisiert, erweitert und stärker auf die tatsächliche Umweltleistung eines Unternehmens ausgerichtet.
In unserem eintägigen Seminar erhalten Sie einen kompakten und praxisorientierten Überblick über die Änderungen der DIN EN ISO 14001:2026 gegenüber der DIN EN ISO 14001:2015.
Sie erfahren, welche Anforderungen geändert oder konkretisiert wurden, welche Auswirkungen sich daraus für Ihr bestehendes Umweltmanagementsystem ergeben und wo tatsächlich Handlungsbedarf besteht.
Ihr Vorteil:
Sie wissen nach dem Seminar, was sich geändert hat, was Sie bereits erfüllen und wo Sie Ihr Umweltmanagementsystem gezielt anpassen sollten.
Was ändert sich mit der ISO 14001:2026?
Die ISO 14001:2026 baut auf dem bestehenden Umweltmanagementsystem auf und entwickelt es gezielt weiter.
Im Mittelpunkt steht noch stärker die Frage:
Welche Umweltwirkungen entstehen – und welche messbaren Ergebnisse erzielt das Unternehmen?
ISO hebt insbesondere drei Schwerpunkte hervor: eine umfassendere Betrachtung des Umweltkontexts, eine stärkere Verantwortung der Unternehmensleitung und eine stärkere Orientierung an messbaren Ergebnissen.
Zu den wesentlichen Änderungen gehören unter anderem:
- stärkere Betrachtung von Klimawandel, Umweltverschmutzung, Ressourcenverfügbarkeit, Biodiversität und Zustand von Ökosystemen
- Konkretisierung von Risiken und Chancen
- stärkere Verantwortung der obersten Leitung
- engere Verbindung zwischen Umweltmanagement und Unternehmensstrategie
- neuer Abschnitt 6.3 „Planung von Änderungen“
- stärkere Ergebnis- und Leistungsorientierung
- Konkretisierung der Lebenswegbetrachtung
- stärkere Betrachtung extern bereitgestellter Prozesse, Produkte und Dienstleistungen
- Weiterentwicklung von internem Audit und Managementbewertung
- Anpassung an die aktuelle Harmonized Structure
- grundlegend überarbeiteter Anhang A mit zusätzlichen Anwendungshinweisen
DIN bestätigt insbesondere die erweiterte Kontextbetrachtung, den neuen Abschnitt 6.3, die Anpassung an die Harmonized Structure und die Überarbeitung des Anhangs A als zentrale Änderungen der neuen Ausgabe.
Die wichtigsten Neuerungen der ISO 14001:2026
Umweltkontext wird umfassender betrachtet
Die ISO 14001:2026 erweitert die Betrachtung des Kontextes der Organisation.
Unternehmen sollen unter anderem relevante Umweltbedingungen berücksichtigen wie:
Umweltverschmutzung
Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen
Klimawandel
biologische Vielfalt
Zustand von Ökosystemen
Dabei geht es nicht darum, für jedes Thema neue Prozesse oder umfangreiche Dokumentationen zu erstellen.
Entscheidend ist:
Welche dieser Themen sind für unser Unternehmen tatsächlich relevant?
Genau diese Relevanzbewertung betrachten wir im Seminar anhand praktischer Beispiele.
Klimawandel wird Teil einer umfassenderen Umweltbetrachtung
Bereits mit dem Amendment 1:2024 wurde der Klimawandel stärker in die Managementsystemnormen integriert.
Die ISO 14001:2026 geht weiter und betrachtet Umweltbedingungen umfassender und stärker miteinander verknüpft.
Neben Klimawandel können beispielsweise Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung, Biodiversitätsverlust oder Veränderungen von Ökosystemen Auswirkungen auf Unternehmen, Lieferketten und Geschäftsmodelle haben.
Im Seminar zeigen wir Ihnen, wie diese Themen sinnvoll in die bestehende Kontext-, Risiko- und Umweltaspektanalyse integriert werden können.
Risiken und Chancen gezielter betrachten
Risiken und Chancen bleiben ein zentraler Bestandteil des Umweltmanagementsystems.
Mit der ISO 14001:2026 wird die Verbindung zwischen:
Umweltaspekten → bindenden Verpflichtungen → Risiken und Chancen → Maßnahmen → Umweltleistung
noch klarer herausgestellt.
Der neue Unterabschnitt 6.1.4 unterstützt dabei eine strukturiertere Planung der daraus resultierenden Maßnahmen.
Für Unternehmen bedeutet dies:
Nicht möglichst viele Risiken dokumentieren.
Sondern die relevanten Risiken und Chancen erkennen und wirksam steuern.
Neu: Planung von Änderungen
Ein besonders sichtbarer Unterschied ist der neue Abschnitt:
6.3 Planung von Änderungen
Anforderungen zum Umgang mit Änderungen waren bereits Bestandteil der ISO 14001:2015, wurden jedoch bisher unter der betrieblichen Planung und Steuerung behandelt.
Mit ISO 14001:2026 erhält das Change Management einen eigenen Abschnitt.
Unternehmen sollten deshalb prüfen:
- Wie werden relevante Änderungen erkannt?
- Welche möglichen Umweltauswirkungen entstehen?
- Welche Risiken und Chancen verändern sich?
- Müssen Umweltaspekte neu bewertet werden?
- Sind neue Maßnahmen oder Steuerungen notwendig?
Im Seminar zeigen wir Ihnen, wie diese Anforderungen in bestehende Änderungsprozesse integriert werden können.
Mehr Verantwortung für die Führung
Umweltmanagement ist keine isolierte Aufgabe des Umweltmanagementbeauftragten.
Die ISO 14001:2026 stärkt erneut die Verantwortung der obersten Leitung.
Umweltziele, Unternehmensstrategie und tatsächliche Umweltleistung sollen stärker miteinander verbunden werden.
Die Unternehmensleitung soll sichtbar Verantwortung übernehmen und sicherstellen, dass Umweltaspekte in relevante unternehmerische Entscheidungen einfließen.
Umweltmanagement wird damit noch stärker zu Unternehmensmanagement.
Von Prozessen zu messbaren Ergebnissen
Ein Umweltmanagementsystem sollte nicht daran gemessen werden, wie viele Prozesse, Checklisten oder Dokumente vorhanden sind.
Entscheidend ist:
Verbessert sich die Umweltleistung tatsächlich?
Die ISO 14001:2026 stärkt deshalb die Verbindung zwischen Umweltaspekten, Verpflichtungen, Maßnahmen und messbaren Ergebnissen.
Unternehmen sollen noch klarer zeigen können, welche Umweltziele verfolgt werden und welche Verbesserungen tatsächlich erreicht wurden.
Im Seminar beschäftigen wir uns deshalb auch mit der Frage:
Welche Kennzahlen zeigen wirklich, ob unser Umweltmanagement funktioniert?
Lebenswegbetrachtung & Wertschöpfungskette
Die Lebenswegbetrachtung bleibt ein wichtiger Bestandteil des Umweltmanagementsystems und wird in der neuen Ausgabe weiter verdeutlicht.
Dabei geht es nicht zwingend um die Erstellung einer vollständigen Ökobilanz.
Vielmehr muss das Unternehmen verstehen, an welchen Stellen des Lebenswegs seiner Produkte und Dienstleistungen relevante Umweltwirkungen entstehen können.
Auch extern bereitgestellte Prozesse, Produkte und Dienstleistungen werden stärker in diese Betrachtung einbezogen.
Internes Audit & Managementbewertung
Auch die Überwachung des Umweltmanagementsystems wird weiter konkretisiert.
Die ISO 14001:2026 stärkt unter anderem die strukturierte Planung interner Audits und die Managementbewertung.
Damit wird die Verbindung zwischen:
Umweltleistung → Audit → Managementbewertung → Entscheidung → Verbesserung
noch wichtiger.
Umsetzung im bestehenden Umweltmanagementsystem
Die entscheidende Frage lautet nicht:
„Was ist neu in der Norm?“
Sondern:
„Was müssen wir in unserem Unternehmen tatsächlich ändern?“
Deshalb betrachten wir im Seminar nicht nur die Normtexte.
Wir übertragen die Änderungen direkt auf ein bestehendes Umweltmanagementsystem.
Dabei betrachten wir beispielsweise:
- Kontextanalyse
- interessierte Parteien
- Umweltaspekte
- Bewertung bedeutender Umweltaspekte
- bindende Verpflichtungen
- Risiken und Chancen
- Umweltziele
- Kennzahlen
- betriebliche Steuerung
- Lebenswegbetrachtung
- Änderungsmanagement
- interne Audits
- Managementbewertung
So können Sie nach dem Seminar unmittelbar mit der Umsetzung beginnen.
ISO 14001:2026 GAP-Analyse
Ein zentraler Bestandteil des Seminars ist der strukturierte Vergleich:
ISO 14001:2015 → ISO 14001:2026
Dabei stellen wir uns für jede relevante Änderung drei Fragen:
Was erfüllen wir bereits?
Was sollten wir anpassen?
Wo besteht tatsächlicher Handlungsbedarf?
Das Ziel ist ein klarer und strukturierter Umstellungsfahrplan.
Denn:
Nicht alles muss neu gemacht werden.
Viele bestehende Prozesse, Bewertungen und Nachweise können weiterhin genutzt werden.
ISO 14001:2026 – aktueller Stand
Die ISO 14001:2026 „Environmental management systems – Requirements with guidance for use“ wurde am 15. April 2026 veröffentlicht.
Seit Juni 2026 liegt ebenfalls die deutsche und europäische Fassung als DIN EN ISO 14001:2026-06 – Umweltmanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung vor. Sie ersetzt die bisherige DIN EN ISO 14001:2015-11 einschließlich Berichtigung und Amendment 1:2024.
Unternehmen mit einer bestehenden Zertifizierung nach ISO 14001:2015 müssen ihr Umweltmanagementsystem innerhalb der für ihre Zertifizierung geltenden Übergangsregelungen auf die neue Ausgabe umstellen. ISO empfiehlt zertifizierten Organisationen, die konkrete Umstellung mit ihrer Zertifizierungsstelle abzustimmen.
Warum sollten Unternehmen jetzt mit der Umstellung beginnen?
Die Revision ist überschaubar.
Das bedeutet aber nicht, dass Unternehmen bis kurz vor dem Umstellungsaudit warten sollten.
Eine frühzeitige Beschäftigung mit ISO 14001:2026 ermöglicht es:
- Änderungen systematisch zu bewerten
- bestehenden Handlungsbedarf frühzeitig zu erkennen
- notwendige Anpassungen in laufende Verbesserungsprojekte zu integrieren
- Verantwortlichkeiten rechtzeitig festzulegen
- Mitarbeiter und Führungskräfte vorzubereiten
- unnötige neue Dokumentation zu vermeiden
- die spätere Umstellung strukturiert vorzubereiten
Unser Ziel ist nicht, Ihr bestehendes Umweltmanagementsystem neu aufzubauen.
Unser Ziel ist:
Bestehendes nutzen.
Änderungen verstehen.
Lücken erkennen.
Gezielt anpassen.
Vorteile unserer Inhouse-Seminare
Das Seminar bieten wir auch als unternehmensspezifisches Inhouse-Training an.
Ihre Vorteile:
- individuelle Ausrichtung auf Ihr Unternehmen
- Betrachtung Ihres bestehenden Umweltmanagementsystems
- unternehmensspezifische GAP-Analyse
- gemeinsame Bewertung der relevanten Änderungen
- Betrachtung Ihrer Umweltaspekte und Prozesse
- konkrete Handlungsempfehlungen
- kein Reiseaufwand
- bereits bei kleinen Teilnehmergruppen wirtschaftlich interessant
Sie möchten nicht nur wissen, was sich geändert hat?
Auf Wunsch unterstützen wir Sie auch bei der anschließenden Umstellung Ihres Umweltmanagementsystems auf DIN EN ISO 14001:2026.







